Der Maihof – St. Josef

Die während des zweiten Weltkrieges durch den Architekten Otto Dreyer gebaute Maihofkirche (Dreyer baute auch die Zentralbibliothek) entstand unter schwierigen Bedingungen. Denn in den Kriegsjahren waren Baumaterialien Mangelware. Die Kirche wurde trotzdem 1941 fertiggestellt, der schlanke Turm aber mit den vier waagrecht schwebenden Engeln des Bildhauers Franco Annoni erst 10 Jahre später.

Kirche St. Josef in Luzern (Maihofkirche), Jahr unbekannt (Bild: Katholische Kirche Stadt Luzern)

 

Der Kirchenraum im Hauptgebäude besteht aus einem breiten Mittelschiff mit schmalen Seitenschiffen und einem leicht gerundeten Chor. Im Kirchenraum erzeugen die grossen Fenster mit vielen quadratischen Betonsprossen und kleinere Rundfenster eine angenehme Lichtstimmung. Diese wird ergänzt durch eine grosse, durch Anton Flüeler gestaltete, Rosette (Rundfenster) in der Eingangsfront.

Kirche St. Josef in Luzern (Maihofkirche), Jahr unbekannt (Bild: Katholische Kirche Stadt Luzern)

 

Der schlanke, alleinstehende Glockenturm mit seiner Fassade aus einem fein durchbrochenen Betonrelief wurde zum städtebaulichen Wahrzeichen der Kirchgemeinde St. Josef sowie des Maihofquartiers. Er strahlt luftige Durchlässigkeit und Transparenz aus und wirkt damit leicht und filigran.

Im Sockelgeschoss der Anlage befindet sich eine Taufkapelle. Diese wurde von Kirchenmaler Ferdinand Gehr ausgemalt.

Auf dem gleichen Geschoss befand sind früher ein Gemeindesaal. Dieser wird heute als Kindergarten und Spielgruppe genutzt.

Wegen der schwindenden Zahl der Messbesucherinnen und Messbesucher wurde der Kirchenraum zu gross und zu teuer. Die katholische Kirche der Stadt Luzern suchte nach neuen Wegen, der Pfarrei St. Josef Zukunftsperspektiven zu bieten. Daraus entstand 2013 das Projekt ‹​​​​​​Der MaiHof›​​​​​​​. Der Kirchensaal und das Pfarreizentrum wurden dabei zu einem Zentrum ausgebaut, das Menschen aller Religionen offensteht.

Die Pfarrei leitet und verwaltet das Zentrum als Unternehmerin.

Quellen


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